An der Teufenerstrasse 17 befand sich im Erdgeschoss die Bäckerei. Auf dem 1. Stockwerk oberhalb der Bäckerei war die Bereitstellungshalle mit Laderampe für Lastwagen, welche die Lieferungen an die Verkaufslokale vornahm. Die weiteren 3 Stockwerke enthielten Lebensmittel- und Materiallager. 

Im Keller befand sich die Kaffeerösterei. Der Konsumverein hatte also auch eigenen Kaffee. Im Gebäude Wassergasse 50, war das Lager und die Auslieferung für Teigwaren und Eier. Im 1. Stock war die betriebseigene Schreinerei untergebracht. An der Wassergasse 52 befand sich der Käsekeller und ein weiteres Lebensmittellager. 

Das letzte Gebäude auf dem Betriebsareal war die Küferei mit einem kleinen Weinkeller. Der Konsumverein arbeitete bis in die 60er Jahre recht erfolgreich. Danach gings leider nicht mehr gut. 


Die Konkurrenz von Coop, Migros etc. war schlicht zu gross. Der Konsumverein verpasste den Wechsel von der Bedientheke zur Selbstbedienung. 

Von 1944 – 1967 schüttete der Konsumverein 7.14 % resp. Fr. 0.36 pro Aktie aus. Ab 1968 waren die Verluste des Handelsgeschäftes so gross, dass keine Dividende mehr ausgeschüttet wurde. Zuerst wurden die Gebäude aufgewertet, um die Bilanz besser dastehen zu lassen. Es wurde versucht das Geschäft doch noch über die Runde zu bringen.

Um die Verluste des Handelsgeschäftes zu decken, wurden 11 eigene Liegenschaften verkauft. Als Letztes wurde 1972 das Betriebsgelände an die PTT verkauft, mit insgesamt 5 Gebäuden. 

Das gesamte Handelsgeschäft wurde 1972 liquidiert, das Personal gekündet und die noch vorhandenen Materialien verkauft. Die Liegenschaft Neugasse 55 in St. Gallen blieb im Besitz des Konsumvereins.